Seit 1931 wird hier geräuchert.
Seit 2021 wird hier auch gegessen.
Die Maräne sitzt in einer alten Fischräucherei an der Bölschestraße. Aus dem Laden ist in fünf Schritten ein Restaurant geworden.
1931
Die Räucherei Fenske öffnet
Otto Fenske mauert hinter dem Laden einen Räucherofen. Bis 2004 verkauft seine Familie hier Maräne, Bückling und Aal aus dem Müggelsee. Danach steht der Laden 15 Jahre leer.
2019
Zwei finden einen Ofen
Mareike Thiel und Tomasz Wierzbicki suchen einen Ort für ein Fischrestaurant. Den Laden finden sie über einen Aushang beim Bäcker nebenan. Den Ausschlag gibt der Ofen, der noch funktioniert.
2020
Räucherfisch durchs Fenster
Die Eröffnung fällt in den Lockdown. Ein Jahr lang verkaufen die beiden freitags geräucherten Fisch durchs Ladenfenster. Meistens ist er nach zwei Stunden weg.
2021
Eröffnung mit 28 Plätzen
Im Juni 2021 öffnet die Maräne. Auf der ersten Karte stehen sieben Gerichte, drei davon mit Fisch aus dem Ofen.
2024
Der Hof kommt dazu
Seit Mai 2024 stehen unter der Kastanie im Hof zwölf Tische. Im selben Sommer startet der Mittagstisch.
Küche und Service
„Ich koche nichts, wofür ein Fisch um die halbe Welt fliegen muss. Der Müggelsee liegt fünf Minuten von hier.“
Mareike Thiel
Küchenchefin und Mitinhaberin
Aufgewachsen in Rahnsdorf, Ausbildung in Potsdam, danach sechs Jahre in Fischküchen in Hamburg und Kopenhagen. Seit 2021 Küchenchefin der Maräne.
Wer hier kocht und bedient
Tomasz Wierzbicki
Gastgeber und Wein
Kommt aus Słubice an der Oder und war Sommelier in Leipzig. Die Winzer auf der Karte hat er alle besucht.
Lotte Kranz
Souschefin, Räucherofen
Heizt dienstags und freitags um sechs Uhr den Ofen an. Vorher hat sie in einer Fischerei am Scharmützelsee gearbeitet.
Emre Aydın
Brot und Nachtisch
Setzt jeden Abend den Sauerteig für den nächsten Tag an. Die Quarkkeulchen macht er nach dem Rezept seiner Großmutter aus Görlitz.
Nele Brandt
Restaurantleitung
Plant Reservierungen, Gruppen und den Hof. Wenn Sie anrufen, sprechen Sie meistens mit ihr.
Wir kochen, was im Umkreis von 120 Kilometern schwimmt und wächst.
Das klingt nach Verzicht. In der Praxis sind es fünf Fischarten, drei Gemüsebauern, ein Obsthof und eine Karte, die sich alle paar Wochen ändert.
Unsere Regel
Wenn ein Fischer nichts fängt, streichen wir das Gericht. Wir kaufen nicht woanders nach.
Drei Dinge, die wir anders machen
Wir kaufen ganze Fische
Und verarbeiten alles: Filets für die Karte, Gräten und Köpfe für den Sud, Reste für die Frikadellen am Mittag.
Einmachen statt zukaufen
Im Sommer legen wir Gurken, Bete und Pilze ein. Davon kochen wir von Januar bis April, wenn auf den Feldern nichts wächst.
Feste Preise für die Fischer
Unsere Fischer bekommen das ganze Jahr denselben Preis pro Kilo. Dafür liefern sie zuerst nach Friedrichshagen.
Woher Fisch und Gemüse kommen
Die meisten Lieferanten fahren selbst vor. Namen und Orte stehen hier, damit Sie wissen, wo Ihr Essen herkommt.
Rahnsdorf, Müggelsee · 4 km
Fischerei Rademacher
Zander, Hecht und Barsch. Kommt dienstags und freitags früh mit dem Fang der Nacht.
Wendisch Rietz, Scharmützelsee · 55 km
Fischerei Kühn
Maränen und Welse. Die Maränen fängt Familie Kühn im Herbst mit Stellnetzen.
Peitz, Lausitz · 110 km
Teichwirtschaft Lange
Karpfen und Schleie aus Teichen, die seit dem 16. Jahrhundert bewirtschaftet werden. Nur von September bis April.
Letschin, Oderbruch · 80 km
Gemüsehof Wendt
Rote Bete, Sellerie, Kohl und Kartoffeln. Jeden Mittwoch kommt eine Kiste, deren Inhalt wir erst beim Auspacken sehen.
Presse
(2021 – 2026)
| Medium und Titel | Ressort | Datum | |
|---|---|---|---|
| (001) | Ostkost „Warum man für eine Maräne bis an den Müggelsee fährt“ Restaurantkritik | Restaurantkritik | 03/2026 |
| (002) | Tafelrunde Berlin „Neu im Führer: Maräne, Friedrichshagen“ Restaurantführer 2026 | Restaurantführer 2026 | 01/2026 |
| (003) | Podcast Tellerrand „Folge 48: Fisch ohne Meer“ Gespräch mit Mareike Thiel | Gespräch mit Mareike Thiel | 11/2025 |
| (004) | Märkische Landpost „Der Fischer liefert zuerst nach Friedrichshagen“ Wirtschaft | Wirtschaft | 08/2024 |
| (005) | Spreeufer „Aus der alten Räucherei wird ein Restaurant“ Kiez | Kiez | 06/2021 |